Vorbereitung auf die neue Sportsaison
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Trainingstagebuch - ab Februar 2013
05.04.2013 - die Berge werden steiler
Das Lauftraining wird so langsam zu einer zähen Angelegenheit. Beim letzten Mal berichtete ich Euch, dass ich mir zwar keine Muskelverletzung zugezogen haben, aber ich trotzdem nicht voll belastbar bin.
Anfang März war es das letzte Mal, dass ich maximales Tempo lief. Das Grundlagentraining um die Kondition zu festigen macht keinen Spaß mehr, ich will jetzt endlich auch mit Wettkampfgeschwindigkeiten trainieren. Am Sonntag konnte ich dieses zumindest wieder Ansatzweise für die Beschleunigungsstrecke im Slalom tun.
Wie sah das Training in den letzten Wochen aus? Hauptsächlich bestand es aus Bergläufen, wobei ich inzwischen drei Kategorien angebe: leicht, mittel und schwer. Bei leichten Bergläufen kann man noch schön seinen Schrittrhythmus durchziehen, bei den mittleren geht es nach 30 Meter schon in die Säure und schwere Bergläufe sind so steil, dass es die reine Kraft- und Schnelligkeitsausdauer trainiert.
Das merkte ich vor allem am 29.03.13 und am 31.03.13. Da machte jeweils das gleiche Programm (4 x 70 m mit 3 Min Gehpause), nur sonntags im Schnitt zwei Zehntelsekunden schneller. Die Zeit ist zwar relativ, innerhalb eines Programms spornt es mich aber an, mich entweder zu verbessern, oder nach einem sehr guten Lauf, nicht schlechter zu werden. Vor allem wenn die Läufe in die unvollständige Erholung gehen - bei 3 bzw. 4 Minuten Pause in diesen Intensitäten ist das gegeben – gilt es den inneren Schweinehund zu überwinden.
Am 04.04.13 machte ich zum ersten Mal wieder Sprints auf der Ebene. Wenn auch bei einer Streckenlänge von 120 Meter nicht das Maximaltempo erreicht wird, so reichte es am Folgetag trotzdem zu etwas Muskelkater.
Das reine Sprungkrafttraining konnte ich uneingeschränkt durchziehen. Daneben konnte ich mich endlich aufraffen, mit einem konsequenten Stabilisationstraining zu beginnen. Sinn und Zweck des Stabitrainings habe ich bereits im Dezember beschrieben.
Insgesamt bin ich mir im Klaren, dass selbst wenn die Oberschenkel wieder voll belastbar sind, ich im Training mit Rocky immer sehr dosiert laufen muss. Ein erneuter Besuch beim Osteopath brachte mir diese Gewissheit. Mein Becken ist leicht verdreht, daraus resultiert eine Beinlängendifferenz und die führt zu axialen Problemen. Das kenne ich aus früheren Jahren...
Wenn alles gut geht, werde ich im weiteren Saisonverlauf das maximale Tempo pro Trainingseinheit in nur drei oder vier Läufen machen, um nicht zu überziehen. Die Kondition und Kraft ist zwar für mehr Läufe vorhanden, ich gehe aber davon aus, dass die harten Belastungen nicht spurlos an mir vorüber gehen.
Das soll jetzt aber keine vorauseilende Ausrede werden und die gesteckten Ziele abschwächen. Rocky läuft inzwischen so gut mit, dass wir - im Gegensatz zum letzten Jahr - um unser Zusammenspiel zu harmonisieren, kaum etwas tun müssen.
Deshalb geht es hauptsächlich um die reine Lauftechnik. Diese richtig umzusetzen ist viel auch eine Frage des Kopfes und der Konzentration - und nicht nur von endlosen Trainingsläufen. Mit dem Alter muss man halt mit seine Kräften haushalten lernen :-))

Tag, Datum / Dauerlauf / Schnelligkeitsinhalte
Fr, 15.03.13 / 20 / 6 x 80 m Steigerungen submax. bergauf mit Trabpause (Kat. mittel)
Mi, 20.03.13 / 15 / 3 Steigerungen vorsichtig; Stabi
Do, 21.03.13 / 15 / 3 Steigerungen
So, 24.03.13 / 15 / Kraft: 3 Serien Ausfallschritte + Wechselsprünge; 3 Steigerungen; Stabi
Di, 26.03.13 / 20 / 3 Steigerungen, 3 Serien Sprintgeher + Wechselsprünge, Stabi
Mi, 27.03.13 / 10 / 2 Steigerungen, 5 x 80 m bergauf (Start alle 3 Min.); Kat. mittel bis schwer
Fr, 29.03.13 / 25 / 2 Steigerungen, 4 x 70 m bergauf (Kat. schwer) mit 2 Min Gehpause; Stabi
Sa, 30.03.13 / -- / Stabi
So, 31.03.13 / 15 / 2 Steigerungen, 4 x 70 m bergauf (Kat. schwer) mit 2 Min Gehpause; Stabi
Di, 02.04.13 / 20 / 6 x 80 m Steigerungen bergauf (leicht)
Do, 04.04.13 / 25 / 2 Steigerungen, 4 x 120 m Sprints mit 4 Min GP; 3 Serien Sprintgeher + Wechselsprünge


30.03.2013 – und die Walze machte ihn platt
Nein, nein, keine Sorge, Rocky wurde nicht platt gemacht, es handelt sich um unseren Sportplatz. Nachdem er 6 Stunden lang gewalzt wurde, war in einem so guten Zustand, wie schon lange nicht. Weitestgehend befreit von Unebenheiten und gut verdichtet. Trotzdem verleitete mich das ordentliche Wetter und der Boden nicht dazu, in den Laufdisziplinen zu schnell zu laufen. Die Muskulatur ist noch nicht soweit, wobei ich nach dem Training sagen kann, dass ich alle Läufe zumindest ohne Schmerzen absolvieren konnte.
Im Video (werden am nächsten Montag online stehen) seht ihr zuerst zwei Hürdendurchgänge. Wir machten heute 4 Hürden gerade aus, im ersten Durchgang vor der zweiten und vierten Hürden einen Linkskreis, das Tempo im submaximalen Bereich. Obwohl Rocky bis unter die Haarspitzen motiviert war und ich ohne große Konzentrationsphase loslief, lief er sehr gelassen und exakt mit. Im zweiten Durchgang erhöhte ich auf das Tempo auf ca. 85 Prozent, auch hier keinerlei Probleme. Mein Grundsatz ist, den Hund an Grenzen zu führen, so entwickelt er sich weiter. Da dieses Tempo für Rocky keine Herausforderung war, macht es keinen Sinn mehr Durchgänge zu laufen und wir gingen gleich über zum Hindernislauf.
Hier merkte ich aus den vergangenen Trainingseinheiten, dass Rocky bei den Vorsprungläufen nur so lange maximal läuft, bis er mich eingeholt hat. Der Vorsprung beim Zulaufen auf den Laufdiel darf aber nicht zu groß sein, damit er sich nicht verhaspelt. Er wird also auf jeden Fall spätestens nach dem Laufdiel auf Sparmodus umschalten.
Deshalb begann ich dieses Mal mit zwei Durchgängen der letzten vier Hindernisse, um das Tempo bis zum Ziel zu schärfen. Das letzte Mal hatte ich diese Sequenz im Dezember trainiert, der ungemütliche Winter lässt grüßen. Mein Tempo lag bei wieder bei rund 85 %, Rocky zog beide Male sehr gut durch, wobei ich den zweiten Durchlauf in Zeitlupe reingestellt habe. Achtet mal auf den Sprung über die letzte Hürde – geschätzt bei zirka 6 Meter, aus dem vollen Sprinten. Ist der Hund hier nicht genügend motorisch darauf vorbereitet, kann das übel enden.
Dann wollte ich noch den vollen Hindernisparcours machen. Ich erweiterte etwas den Vorsprung, allerdings merkte ich beim Laufen, dass Rocky mich bis zum Laufdiel nicht einholt und bremste etwas ein. Trainingsmethodisch also kein Lauf der uns weiter brachte, dazu muss ich mich erst zu 100 % belasten können.
Zum Abschluss machte ich noch Gehorsam. Leider gibt es dazu keine Videoaufnahmen, da der Akku und der Ersatzakku leer waren )):- Bei den Winkeln und Kehrtwendungen muss ich noch an meinem Ablauf arbeiten, Platz – Steh war ich zufrieden, auf den ersten Wettkampf hin wird vor allem das Abrufen und der Vorsitz zur Herausforderung.
Apropos Wettkampf: Am Montag war ich in Iptingen. Abgesehen davon, dass wohl alle als Eiszapfen nach Hause gekommen sind, war es die richtige Entscheidung, nicht daran teilzunehmen. Wenn ich mir die Ergebnisse von Martin Schuster, Renzo Capello, Steffen Schmidt oder auch Bianca Lange anschaue, dann wird deutlich, dass das kühle Wetter zwar gute, aber keine Spitzenzeiten ermöglichte. Und mit den genannten will ich mich (noch) nicht auf eine Stufe stellen. Dazu kam eine unerbittliche Bewertung im Gehorsam, so sind die überschaubaren Gesamtpunktzahlen zu erklären.
Dabei stelle ich mir die Frage, wie sollen unsere besten Vierkämpfer im swhv bei einem solchen Maßstab in der Lage sein, überhaupt Qualipunkte für die VDH-DM zu erlaufen? Das hat auch nichts damit zu tun, dass alle gleich gerichtet werden. Denn spätestens die Sportsfreunde von den anderen Landesverbänden bekommen für die gleiche Leistung vier bis sechs Punkte mehr.
Es war ja auch der erste Wettkampf nach der neuen PO. Auch hier bin ich nicht glücklich. Die häufigen Umbauten beschleunigen den Wettkampf nicht gerade. Die Anforderungen in den Hürden und im Slalom für den VK 1 und 2 halte ich für zu niedrig. Zumal anschließend die gleichen Teams im CSC Sektion 1 die steilen Winkel und in der Sektion 2 über drei Hürden in Folge laufen müssen. Das ist auch der Grund, warum bei mir jedes Team die VK-3-Anforderungen trainiert. Kann das das Team korrekt, steigt das Tempo, alles andere kaschiert Schwächen und später kommt das große Erwachen.
Die 30-Zentimeter in der Sektion 2 sind ebenfalls lächerlich. Wenn man einem Martin Schuster nicht vorher sagt, dass da Hürden sind, merkt der das gar nicht. Und die anderen, die nicht so sportlich sind, könnten mit einer ordentlich erlernten Technik trotzdem gut über höhere Hürden laufen. Was kaum einer mehr weiß: Bis 1997 liefen alle – egal wie alt – über 50 Zentimeter! Damals hatten die Teilnahmestatistiken im THS aber noch Zuwächse und sind nicht von Jahr zu Jahr zurückgegangen.
Und im Gehorsam wird man in 80 % aller Übungsplätze nicht in der Lage sein, das VK-3-Schema lt. PO zu laufen. Übrigens: mit dem Argument zu kleiner Übungsplätze wurde es abgelehnt, dass es fixe Abstände im Hindernislauf gibt, da bei einigen Vereinen der HL in der Kurve aufgestellt wird. Ihr kennt meine Meinung hierzu. Aber nach den jahrelangen Querelen in den Fachausschüssen muss man wohl froh sein, dass die neue PO nicht noch mehr verschlimmbessert wurde.

23.03.2013 - Der verflixte Zeh
Letzte Woche war ich beim Osteopath wegen der Probleme im linken Oberschenkelbeuger und dem rechten Oberschenkelstrecker. Es war wieder eine sehr unangenehme und schmerzhafte Prozedur, sie hat aber gut angeschlagen. Eigentliche Ursache war ein geprellter Zeh an Weihnachten verbunden mit einer Kapselverletzung. Am Anfang störte mich das im Training kaum, erst Mitte Februar wurde es unangenehm. Was folgte waren Ausgleichbewegungen, die schlussendlich zu den Verspannungen führten. Das gute daran ist, dass es sich (noch nicht) um keine Muskelverletzung handelte und keine Auszeit nötig ist. Das schlechte ist, dass ich mich noch nicht zu 100 Prozent belasten kann, deshalb fällt auch der Wettkampf in Iptingen ins Wasser. Neu geplanter Saisoneinstieg wird der 21. April bei den Kreismeisterschaften in Bauerbach sein.
Das beeinflusste auch das Training am Wochenende. Samstags machte ich etwas Gehorsam unter den Augen von Ursula. Es ging vor allem um die Winkelarbeit und die Kehrwendungen mit dem Ziel, einem natürlichen Bewegungsablauf Nahe zu kommen und Rocky möglichst optimal mitzuführen.
Im anschließenden CSC-Training lief Rocky mit Daniel drei Mal die Sektion 3, ich schonte mich. Im Umkehrschluss galt es Rocky am Sonntag zu schonen, da er etwas Magenschmerzen hatte.Wir machten dann am Montag noch eine Gehorsamseinheit. Da zwei aus meiner Trainingsgruppe in Iptingen den Trainingsplatz vor Ort kennen lernen wollten, nahm ich Rocky mit (ein Dankeschön an Elke für die Erlaubnis :-)) Bei – 2 Grad und ordentlich Schnee war Rocky in seinem Element und ziemlich aufgedreht. Bei kühlem Wetter blühen Boxer einfach auf. Wir übten zuerst die Aufmerksamkeit auf den ersten Schritten sowie die Wendungen. Anschließend ging es noch an das Sitz und Steh. Obwohl es für einen Boxer angenehmeres gibt, als sich mit seinem kurzen Fell in den Schnee zu setzen, setze er die Übung tadellos um. Auch mit der Stehübung war ich mit kleinen Abstrichen zufrieden.

17.03.2013 - You have to accept the limits of your dog…
... he does it, as good as he can. Diesen Satz sagte Heidi Bilquam, mehrfaches Mitglieder der norwegischen Nationalmannschaft in Obedience in einer Diskussion, als es um die Frage ging, welche Leistung wir von unseren Hunden erwarten dürfen. Sie wies dabei darauf hin, dass der Hund nicht mit Absicht etwas schlecht macht, er individuell zu betrachten ist und verdeutlichte zudem den Einfluss des Hundeführers auf die Leistung.
Was die Laufdisziplinen anbetrifft, bin ich mir ziemlich sicher, dass Rocky so gut ist, dass nicht er, sondern ich zum leistungslimitierenden Faktor werde. Und da ich gerade ordentlich was tue, um fit zu werden, bin ich sehr zuversichtlich.
Aber im Gehorsam stelle ich mir die Frage, was kann ich und was will ich von Rocky erwarten? Das Limit liegt bei 60 Punkten, aus 2012 hatte ich ein Niveau von 54 Punkten. Die Anforderungen im VK 3 sind gestiegen. Ich merke, wie ich in einigen Übungen an Grenzen komme. Inwieweit das abzugswürdig sein wird, werde ich in den ersten Wettkämpfen sehen. Er wird in der Ausführung auf jeden Fall nicht so schnell werden (können), wie manch Border Collie oder Malinois. Doch wo sind seine Grenzen?
Seine Grenzen sehe ich zuerst einmal bei mir. Es gibt einige sehr erfahrende Hundeführer in meinem Umfeld. Hätte ich mehr Zeit für das Training, könnte ich mich auf einem ganz anderen Level mit Ihnen austauschen. Hinweise auf die Körperhaltung sind zum Beispiel wichtige Informationen, die sich meist leicht korrigieren lassen. Aber mancher Trainingsimpuls impliziert ein ganz dezidiertes Training. Und hier spielt die Trainingsfrequenz eine ganz entscheidende Rolle. Zwei Mal die Woche und die in geteilter Aufmerksamkeit zur Trainingsgruppe reichen dann nicht mehr aus.Die Zufriedenheit wird der Grad für Veränderungen sein. Rocky’s Grenzen sehe ich noch nicht erreicht. Im April werde ich weiter sehen…
Durch das THS-Seminar und den Stadtstaffellauf war das Training mit Rocky in den letzten 2 Wochen sehr reduziert. Einmal machte ich etwas Gehorsam, ein Training in der Gruppe machten wir am vergangenen Sonntag. Das Wetter war wieder einmal besch…, die Lust, etwas bei dieser nasskalten Witterung zu machen, war äußerst gering. Trotz Regen war der Boden so weit in Ordnung, um an die Hindernisse zu gehen. Wir trainierten wieder die ersten fünf Geräte und machten drei Durchgänge. Das Niveau von Rocky stabilisiert sich.
Nachdem gegen Mitte des Trainings der Regen zunahm, stieg auch die Spannung bei Rocky. Wir machten deshalb nicht mehr viel, da er in dieser für ihn ungewöhnlichen hohen Motivationslage sowieso alles richtig macht.

14.03.2013 - Aufwand für das Lauftraining
Einige von den Lesern des Trainingstagebuchs werden sicherlich den Eindruck haben, dass ich für das Lauftraining einen sehr hohen Aufwand treibe. Das will ich heute relativieren.
Der zeitliche Aufwand eines Lauftrainings liegt bei mir zwischen 45 und 60 Minuten. Ich habe keine An- und Abfahrtszeiten und bin sehr flexibel in der Gestaltung. Vor der Arbeit, nach der Arbeit oder auch auf Geschäftsreisen, dieses Zeitfenster lässt in der Regel ohne Probleme öffnen.Freunde von mir fragten mich an, ob ich im Sommer für 4 Tage Mountainbiken mit nach Kärnten kommen wollte, jeden Tag zwischen 1.000 und 1.500 Höhenmeter. Ich habe abgesagt, denn meine Fitness würde maximal die Hälfte zu lassen. Viele Freizeitradler werden darüber lächeln…
Vor 20 Jahren sah das anders aus. Zu der Zeit machte ich leistungsorientiert Leichtathletik, lief schwerpunktmäßig die 800 Meter. Das Training für den Hundesport machte ich quasi nebenher. Durch einen Umzug meiner Eltern sind mir wieder alte Trainingsaufzeichnungen in die Finger gekommen sind. Darin habe ich das reine Lauftraining der letzten fünf Wochen vor den swhv-Meisterschaften 1993 gefunden (siehe Abbildung), die Trainingseinheiten mit Hund sind nicht dokumentiert. Junge, Junge, was ging damals Post ab. Da wäre ich heute schon nach dem Aufwärmen platt.
Zwei Trainingseinheiten möchte ich exemplarisch herausheben: Nach dem Tags zuvor Tempoläufe absolviert wurden, machte ich am 14.08.93 einen gesteigerten Dauerlauf. Gesteigert bedeutet in dem Zusammenhang, dass mit einem Tempo von rund 4 Minuten pro Kilometer begonnen wurde, die letzten 3 Kilometer lagen dann bei 3:35 Min. Am 27.08.93 machte ich hochintensive Tempoläufe im Stadion. 1.200 – 1.000 – 600 Meter standen auf dem Programm, wer die Laufzeiten umrechnet wird auf eine Zielzeit von 5:45 Min kommen. Die angegebenen Trainingszeiten wurden dabei alle ohne Zugunterstützung durch den Hund erzielt(!)
Die Ergebnisse bei den swhv-Meisterschaften waren dann auch dementsprechend gut. Zum Wettkampf selbst: Geländelauf, Vierkampf und CSC waren an einem Tag. Im Geländelauf lief ich mit dem Leihhund Akira, einer Dobermannhündin. Zugegebenermaßen waren wir nicht besonders eingepielt, vor allem vom Start weg wollte sie nicht so richtig laufen. Den Vierkampf und CSC machte ich mit meinem Boxer Askhan.
Nach dem Gehorsam (59 Punkte, Höchstpunkzahl in diesem Ring) ging es dann zum Geländelauf. Die 5:54 Min bedeuteten Tagesbestzeit. Ziehe ich die heutige Zugunterstützung durch den Hund von rund 30 Sekunden ab, dann bin ich im Bereich des Tagesschnellsten bei der VDH-DM in Arnoldsweiler (der auch gleichzeitig in der europäischen Spitze des Cani Cross mitläuft).
Im Vierkampf war ich punktgleich Zweiter mit dem Tagesbesten, nach heutiger Wertung hätte ich gewonnen (damals gab es noch keine Wertung Gesamtlaufzeit, sondern jede Laufdisziplin wurde separat in Punkte umgerechnet). Auch das Gesamtergebnis ist heute um rund 4 Punkte höher einzuschätzen. 2 Punkte davon gehen alleine auf den Slalom, da der damals auf einem Hartplatz ausgetragen wurde und ein dynamischen Anlaufen der Tore unmöglich war.
Zum Abschluss griff sich die Auswahl des HSVM dann noch den CSC-Titel mit souveränen, fehlerfreien Läufen. Die Zeiten hierzu habe ich leider nicht dokumentiert, dürften aber wahrscheinlich bei 28er-Zeiten gelegen haben. Wobei zu erwähnen ist, das ich seiner Zeit in der Sektion 2 noch über 50-Zentimeter-Hürden hüpfen dürfte _)) Dies wurde – wenn auch mit niedriger Höhe – zum Glück in der neuen PO wieder angepasst.
Wie auch immer, das ist 20 Jahre her. Jetzt ist 2013, die (Trainings-)Brötchen werden deutlich kleiner gebacken, an meinen Zielen ändert sich aber nichts.
Zum aktuellen Training: Wegen einer Erkältung habe ich 10 Tage pausiert. Im Moment werde ich durch leichte Verhärtungen im linken Oberschenkelbeuger und im rechten Oberschenkelstrecker etwas gebremst. Das deutet auf ein Statikproblem hin. Deshalb sind die Trainingsinhalte angepasst. Der Fokus liegt aktuell mehr im Kraft- und Konditionsaufbau als in hochintensiven Einheiten. Inwieweit das Einfluss auf den geplanten Saisonstart in Iptingen hat, muss ich noch abwarten.

Tag, Datum / Dauerlauf / Schnelligkeitsinhalte
So, 10.2.2013 / 40
Fr, 15.2.2013 / 15 / 3 Steigerungen
Sa, 16.2.2013 / 25 / Hürdenkoordination
Mo, 18.2.2013 / 15 / 2 Steigerungen; 4 x 80 m Sprint Hausberg; Start alle 3:30 Min.
Sa, 25.2.2013 / 25 / Hürdenkoordination
Mo, 04.3.2013 / 15 / 2 St.; 3 x 50 m Sprint + 2 x 30 m Sprint; 3 x Sprintgeher + Wechselsprünge
Di, 05.3.2013 / 30 / 2 Steigerungen; 5 x 120 m Sprints, Start alle 4 Min.
Fr, 08.3.2013 / 45 / 6 x 30 Sek. Temposteigerungen mit Trabpause
Mo, 11.3.2013 / 30 / 3 Steigerungen; 3 x 80 m Sprints
Do, 14.3.2013 / 20 / Kraft: 3 Serien Sprintgeher + Wechselsprünge; 4 Steigerungen


02.03.2013 - Etwas ausgebremst
In der vorletzten Woche habe ich nur sehr eingeschränkt trainiert. Auf Grund einer Erkältung bin ich 10 Tage kürzer getreten. Eigentlich hätte ein gruppenübergreifendes CSC-Training auf dem Programm gestanden, so war ich nur als Trainer vor Ort. Allerdings hatte ich jetzt mehr Zeit und Aufmerksamkeit das Training zu beobachten, vor allem weil mit dem HuS Mannheim Gäste zu Besuch da waren.
2013 wird der HSVM gemeinsam mit HuS Mannheim bei der Jugend eine Startgemeinschaft ins Rennen schicken, mit dem Ziel, bei den anstehenden Meisterschaften um die Podestplätze mitzukämpfen. Eine Startgemeinschaft über eine so große Distanz hinweg ist ungewöhnlich. Von den Werten und der Zielorientierung liegen aber beide Vereine eng beieinander. Uns ist es wichtig, dass sich die Jugendlichen nicht nur bei Meisterschaften über den Weg laufen, sondern auch gemeinsam trainieren und sich auch außerhalb der Wettkämpfe kennen lernen. Unserer Meinung nach sollte eine Startgemeinschaft mehr sein als eine Zweckgemeinschaft …
Am vergangenen Samstag war dann das Wetter endlich besser. Das nutzte ich natürlich gleich aus, um den Hindernislauf bzw. den Laufdiel zu trainieren. Ich habe mal im Trainingstagebuch zurückgeblättert. Seit November war es erst das dritte Mal, das Wetter ließ es aber leider nicht öfters zu! Und am Samstag haben wir zum ersten Mal das Anlaufen des Laufdiels in Verbindung mit der neuen Schrägwand gemacht. Insgesamt liefen wir zwei Mal fünf Hindernisse.
Die Videos bestätigen meine Vermutungen aus dem Training vom 27.1.13, dass auf Grund der neuen Schrägwand das Tempo höher wird und das Anlaufen des Laufdiels die eigentliche Herausforderung wird.
Im ersten Durchgang sieht man eine deutliche Verzögerung, im zweiten Durchgang ist sie nicht mehr so stark. Ob das an der Wiederholung lag oder ob es daran, dass ich dichter bei ihm war und er mehr Druck verspürte, das Tempo aufrecht zu erhalten und mehr Risiko beim Auflaufen auf den Laufdiel eingegangen ist, werden die nächsten Trainingseinheiten zeigen.
Auf jeden Fall hat die Verzögerung zur Folge, dass er an Schwung und somit an Tempo für nächsten Hindernisse verliert. Bei Wettkampfform und entsprechenden Laufschuhen, werden wir auf dem derzeitigen Niveau an Grenzen kommen (die ich momentan bei einer 10,0 Sek. sehe).
Um die motorischen Abläufe von Rocky beim Anlaufen des Laufdiels zu verbessern, müssen zwei Punkt gewährleistet werden. Zum einen muss ich in der Lage sein, maximales Tempo zu laufen, ggf. auch unterstützt durch einen Vorsprung. Zum anderen muss Rocky immer bereit sein, alles aus sich herauszuholen. Stimmt seine Motivation nicht zu 100 Prozent, wird das Tempo langsamer und die motorischen Feinheiten werden nicht abgerufen.
Ich sehe jetzt aber auch keinen Zeitdruck, wenn wir im Juli konstant eine Sub-10 anbieten können, wäre das schon ein enormer Fortschritt. Gut Ding will Weile haben, vor allem wenn man sich an Leistungsgrenzen bewegt.
Daneben liefen wir im Training noch zwei Mal durch das Magische Dreieck in Verbindung mit einem Pylonen-Zick-Zack (analog dem Training vom 24.11.2012). Im Gegensatz zum November war dieses Mal das Tempo forciert, trotzdem begleitete mich Rocky in fast schon lässiger Manier. Für den Slalomlauf sehe deshalb keine Einschränkungen.


16.02./17.02.2013 - Nach Schnee kommt Matsch
Unter diesen Umständen war das Training am Wochenende nicht sehr gewinnbringend.
Viel Spaß hat mir das Hürdenkoordinations-Training mit Chrissi gemacht, das wir kurzfristig auf den Parkplatz ausgliedert haben. Nur ein Leistungsbaustein ist beim Hürdenlaufen die reine Geschwindigkeit, genauso wichtig ist die Zeit, die man zum Überlaufen der Hürden braucht. Da liegen bei mir noch einige Reserven, wobei dieses Training eher mittelfristig zu sehen ist und sich erst im Juni / Juli richtig auswirken wird.
Die Teilnehmer an den THS-Seminaren im März und Mai können sich aber schon einmal freuen, denn Chrissi macht das einfach klasse und hat tolle Übungen im Reservoir.
Mit Rocky machte ich zusammen dann auch noch etwas Hürden, er auf dem Rasenstreifen – ich auf dem Asphalt. Das war zwar ganz gut, aber wie schon im vergangenen Training angemerkt, kann man im Moment witterungsbedingt weder maximal Laufen, noch fordern Rocky die submaximalen Läufe heraus. So ist das ich das ganze mehr unter Beschäftigung einordne.
Im Gehorsam wiederholte ich das Steh und das Abrufen. Das Abrufen werde ich in nächster Zeit wieder ganz ohne Vorsitz machen, damit sich verzögerungsfreie Herankommen stabilisiert, den Vorsitz trainiere ich getrennt davon aus kurzer Distanz. Das Steh passt - bis auf einen kleine Schrittkorrektur nach dem Hörzeichen. Hier muss ich neu überlegen, denn die Korrektur macht Rocky sowohl ohne Hilfe (Video 2. Sequenz) und als auch mit Hilfe (Beute wird mitgeführt, Video 3. Sequenz). Das Steh-Training habe ich zur Abwechslung mit der Sitzübung begonnen (Video 1. Sequenz). Die sichere Ausführung zeigt, dass das Schwerpunkttraining Steh keine negative Auswirkdung auf diese Übung hatte.
Eigentlich würde jetzt auch mal das Platz aus dem Laufschritt anstehen. Die Witterung ist aber noch nicht wirklich Boxer-like, so werde ich mich hier auch noch etwas gedulden müssen.
Auch wenn es meist grau und trüb ist, ist so langsam die Zeit, die Wettkampfsaison zu planen. Nach langem hin und her habe ich mich jetzt doch entschieden, meinen Saisoneinstieg am Ostermontag in Iptingen zu machen. Eigentlich ein schöner Wettkampf zum Saisoneinstieg, da ich im März aber mindestens an 5 Wochenendtagen nicht trainieren kann, wird das wettkampfspezifische Training auf ein Minimum reduziert sein. Und an den anderen Tagen muss das Wetter auch erst mal besser sein…
Vier Wochen später will ich dann bei CoE-Turnier in Mühlacker den zweiten Vierkampf machen. Einer dieser beiden Wettkämpfe sollte dabei zwischen 282 und 283 Punkte liegen. Der Qualifikationsmodus für die VDH-DM sieht ja drei Wettkämpfe vor, wobei einer davon beim entsendenden Mitgliedsverband liegen muss (die für uns die dhv-DM sind, sofern sie denn stattfindet?). Bringe ich zwei Wettkämpfe in dieser Qualität mit ein und machen wir bei der dhv-DM ein ordentliches Ergebnis, bin ich mir sicher, dass das für die Qualifikation reichen wird.
Für Iptingen kein Selbstläufer, da unsere Bestleistung bisher bei 279 Punkten lag. Doch auch ohne wettkampfspezifisches Training sollte die körperliche Grundfitness so gut sein, dass 226 Laufpunkte möglich sind. Was das für den Gehorsam bedeutet, kann sich jeder ausrechnen - hier müssen wir noch etwas drauflegen.

10.02.2013 – Winter ade? Nein, leider wieder Schnee!
Vom vergangenen Wochenende gibt es nicht viel zu berichten. Wir trainierten nur sonntags, und da war es mit deftigen Minusgraden nicht gerade angenehm. Als uns dann die Sonne etwas aufzuwärmen schien, blies uns ein eisiger Wind ins Gesicht.
Im Gehorsam stand natürlich das Steh wieder auf dem Programm. Da Rocky das Hörzeichen aus dem Laufschritt jetzt auch ohne jegliche Hilfe exakt annimmt und nur manchmal den Stand noch leicht korrigiert, habe ich in den letzten zwei Einheiten den Schwerpunkt auf das Abrufen gelegt.
Das Herankommen machte er inzwischen sehr gut, allerdings klappte der Vorsitz nicht mehr – eigentlich eine Stärke von Rocky. Er saß so schräg, dass der Handlungsbedarf nicht durch eine kleine Korrektur behoben werden konnte. Deshalb versuchte ich, ihn durch eine Pylonengerade abzurufen. Nach mehreren Varianten stellte ich fest, dass zwar der Vorsitz wieder besser ist, er aber wieder das Tempo beim Herankommen verloren hat. Ich beendete die Sequenzen mit dem Vorsatz, wieder auf die alte Strategie überzuwechseln. Das Tempo beim Abrufen muss wieder konstant hoch werden, den Vorsitz trainiere ich separat.
Der Gehorsam wurde durch ein leichtes Hürdentraining ergänzt (4 Hürden in gerader Folge, Höhe 25 cm). Bei den Läufen (submaximales Tempo mit variierenden Gehorsamselementen) ging Rocky grundsätzlich gut mit. Unzufrieden war ich hauptsächlich mit mir selbst. Es war mir definitiv zu kalt bzw. wir liefen auch noch im Schnee und der Boden war hart gefroren war. So hatte ich nie ein rundes Laufgefühl und beendete das Training nach drei Durchgängen.

Lauftraining vom 27.1.13 bis 10.02.13
Was gibt es neues vom Lauftraining zu berichten? Während einer Geschäftsreise parkte ich das Auto rechts hin und wollte noch vor Einbruch der Dunkelheit eine schöne Laufeinheit absolvieren. Der Zeitpunkt schien günstig, denn der Sturm und Regen machten gerade eine Pause. Doch die Pause war recht kurz. Nach 5 Minuten legte es wieder los und es wurde schlagartig dunkel. Kurzerhand adaptierte ich das Programm, dehnte mich unter einer Brücke und machte ein submaximales Sprintprogramm mit 5 x 200 m sowie Trabpause. Die Laufstrecke legte ich so, dass die Windböen von hinten kamen. Allerdings ging es dann nach zwei Drittel der Strecke in einen Anstieg über, so dass die Schritte zum Ende hin immer kürzer wurden. Deshalb war es mehr ein konditionelles Programm als ein Schnelligkeitsprogramm. Die anaerobe Belastung machte trotzdem Spaß. Völlig durchnässt setzte ich mich dann wieder ins Auto und fuhr weiter ins Hotel.
Sonntags machte ich nach einem längeren Dauerlauf mal wieder Sprintgeher und Sprünge. Das längere Aussetzen der Sprintgeher-Übung hatte am nächsten Tag gleich wieder Muskelkater zur Folge.
Die vergangene Woche lief dann richtig gut. Dienstags machte ich mit 5 x 120 m Sprints das gleiche Programm wie am 8.1.13. Allerdings war das Tempo höher und erst beim letzten Lauf musste ich knautschen. Der Muskelkater am nächsten Tag zeigte, dass die Einheit mit viel Substanz absolviert wurde.
Am nächsten Tag wollte ich kneifen, da es mit 1 Grad plus und Regen sehr unangenehm war. Überredet hat mich dann mein Ostepath. Grundsätzlich bin ich fit, er meinte dann aber, dass gewisse Strukturen bei mir verklebt sind und so die Versorgung der Muskel und Sehnen nicht optimal ist. Das war eine unheimlich schmerzhafte Prozedur. Um den Schmerz während der Behandlung zu ertragen war alles erlaubt, auch schreien. Er meinte dann, dass ein Training nach der Behandlung von Vorteil ist, damit sich die Strukturen nicht gleich wieder verkleben. So lief ich mich ein bisschen warm und machte an meinem Hausberg noch Sprints. Trotz des schlechten Wetters und der schweren Beine vom Vortag waren die Läufe wieder richtig schnell.
Sonntags legte ich dann noch mit einem 40-minütigen Dauerlauf nach. Ich lief wieder mit Jan und gegen Ende war das Tempo so hoch, dass auch er recht kurzatmig wurde. In meiner Leichtathletikzeit haben wir zu so einem Dauerlauf „ruhigen Dauerlauf“ gesagt. Das ruhig bezog sich dabei weniger auf das Tempo, sondern vielmehr auf die eingeschränkten Gespräche auf Grund des schnellen Tempos :-)
Trotz dieser intensiven Belastungen in dieser Woche hatte ich an den Folgetagen keinerlei Beschwerden. Es stimmt mich sehr zuversichtlich, dass sich die Belastungsverträglich ohne Nebenwirkungen entwickelt. Der regelmäßige Muskelkater nach ungewohnten Belastungen zeigt aber auch auf, dass es noch viel Entwicklungspotenzial gibt und dieses Potenzial nur durch hartes und konzequentes Training erschlossen werden kann. Mit dem Alter bekommt man leider nichts geschenkt - im Gegenteil, der Aufwand steigt sogar )):-

Tag, Datum / Dauerlauf / Schnelligkeitsinhalte
So, 27.1.2013 / 30
Mi, 30.1.2013 / 15 / 2 Steigerungen; 5 x 200 m Sprint mit 3 Min TP
So, 03.2.2013 / 40 / 3 Serien Sprintgeher + Wechselsprünge
Di, 05.2.2013 / 35 / 2 Steigerungen; 5 x 120 m Sprint mit 3:30 Min GP
Mi, 06.2.2013 / 15 / 2 Steigerungen: 5 x 30 m Bergsprints
So, 10.2.2013 / 40


02.02./03.02.2013 – Regen, Regen, Regen und ein bisschen Sonnenschein
Momentan werden wir ziemlich vom Wetter gebeutelt. Das hat natürlich auch Auswirkungen auf das Training.
Samstags hat Chrissi begonnen, unsere THS-Gruppen auf die neuen Hürdenanforderungen mit einem Lauf- und Koordinationstraining vorzubreiten. Zuerst begann es leicht zu regnen, der steigerte sich dann sukzessive und als wir dann zum Training mit dem Hund starteten, war wir schon bis auf die Haut nass. Trotzdem Kompliment an meine Trainingsgruppe, jeder zog das Training bis zum Ende durch. Das bestand hauptsächlich aus Gehorsamsübungen mit Aufmerksamkeit- und Ablenkungssequenzen. Anschließend brachten wir dann noch alle unsere Geräte in Sicherheit, weil der Enz nur noch einen halben Meter fehlte, um überzulaufen. Wegen der Hochwassergefahr war ein Training am Sonntag somit ungewiss.
Am Sonntag war das Wetter dann ungleich besser, sogar ein paar Sonnenstrahlen konnten gesichtet werden. Im Gehorsam schaute ich zum einen nach dem Steh. Nachdem die Unterstützung mit der Beute unter der Achsel sehr gut funktioniert, machte ich das Steh in zwei Sequenzen nur über das Hörzeichen. Die Annahme des Hörzeichens von Rocky war sehr gut, als er die Beute nicht sah, wurde er aber etwas unruhig. Das macht mir aber keine Sorgen, in den nächsten Trainingseinheiten bekommen das auch noch hin. Anschließend machten wir uns noch an das Abrufen.
Blöd war nur, dass ich bei einem Beutewurf nach Abschluss einer Übung nicht aufpasste und Rocky beim zurück rennen aus vollem Tempo in meine Beine lief. Ein ordentlicher Bluterguss schränkte mich sodann für die Trainingsparcours ein. Neben dem Dreieck mit Pylonen-Zick-Zack gingen wir noch an den Hindernislauf. Der Boden war zwar sehr aufgeweicht, für die Gerätekombination Tunnel bis Reifen aber ausreichend. Ich machte drei Läufe, den ersten ohne Vorsprung, Lauf zwei und drei wieder mit drei Meter Vorsprung. In jedem Lauf war Rocky mit dem Sprung auf den Laufdiel auf meiner Höhe, sodass er diesen sicher und ohne seitlich abzuspringen, überlief. Mein Tempo war – aus den o.g. Gründen – sicherlich noch einiges vom Wettkampftempo entfernt, das Trainingsziel (Festigung der motorischen Abläufe) wurde aber dennoch erreicht.

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